In den USA streiten die Politik und das Technikunternehmen Apple erneut um die Verschlüsselung von iPhones. Der US-Justizminister William Barr forderte ein Hintertürchen für iPhones – Apple lehnt ab.

Was ist passiert?

Im Dezember gab es in den USA leider erneut einen tragischen Fall mit einem Schützen. Auch Smartphones spielten bei dieser Tragödie eine Rolle. Der Schütze hat ein iPhone 5 und ein iPhone 7 genutzt. Die Politik wandte sich an Apple und bat um Hilfe bei der Entsperrung. US-Justizminister William Barr sagte nun, dass Apple „eine substantielle“ Hilfe bei der Aufklärung geleistet habe. Er fordert den amerikanischen Konzern dazu auf, die passwortgeschützten Smartphones zu knacken.

Apples Stellungnahme

Apple veröffentlichte daraufhin eine Stellungnahme und wies darauf hin, dass sie binnen weniger Stunden „eine große Menge an Informationen“ bereitgestellt haben. So erhielt das FBI unter anderem gespeicherte Backups der beiden Geräte sowie Kommunikationsdaten mehrerer Accounts.

Da die iPhones selbst jedoch passwortgeschützt sind, ist es den Ermittlern nicht möglich auf die darauf gespeicherten Daten zuzugreifen.

Justizminister zeigt sich uneinsichtig

Als Reaktion darauf sagte Justizminister Barr, dass es ein Beispiel sei, weshalb es so wichtig sei, Zugang zu digitalen Beweismitteln zu erhalten, sobald ein entsprechender Gerichtsbeschluss vorliegt. Er rief Apple und andere Technologieunternehmen auf, dabei zu helfen eine Lösung zu finden, um Amerikaner besser zu schützen und zukünftige Angriffe zu verhindern.

Barr fordert damit einmal mehr ein Hintertürchen für solche Fälle. Er möchte, dass das FBI durch Apple Zugriff zu gesperrten iPhones erhalte. Apple lehnt den Einbau eines solchen Schlupfloches jedoch kategorisch ab. Solch eine Maßnahme verschlechtere die Datensicherheit aller Nutzer. „Wir haben immer betont, dass es keine Hintertür nur für die Guten geben kann. Mögliche Hintertürchen können auch von denen missbraucht werden, die unsere nationale Sicherheit und die Datensicherheit unserer Kunden bedrohen.“
Zugleich verweist Apple darauf, dass die Ermittlungsbehörden heute auch schon so Zugang zu mehr Daten als jemals zuvor haben.

We have always maintained there is no such thing as a backdoor just for the good guys. Backdoors can also be exploited by those who threaten our national security and the data security of our customers. Today, law enforcement has access to more data than ever before in history, so Americans do not have to choose between weakening encryption and solving investigations. We feel strongly encryption is vital to protectin our country and our users‘ data.

Apple

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